Der kluge Sonderling Déodat liebt das einsame Studium der Vögel, die Beobachtung ihres Flugs am Himmel über Paris. Auch Trémière wächst isoliert auf, im verwunschenen Haus ihrer Großmutter. Und wie Déodat lernt sie früh, die Dinge genau zu betrachten. Eines Tages trifft der altkluge Junge auf das bildhübsche Mädchen, und eine wundersame Geschichte nimmt ihren Lauf.
Wenn eine Liebesgeschichte ein Happy End hat, läuft sie Gefahr, als Groschenroman zu gelten. Doch Amélie Nothomb will mit diesem Märchen aus dem heutigen Paris beweisen, dass das ein Vorurteil ist. Happy End ist eine frische Coverversion von Charles Perraults Märchen Riquet mit der Locke und handelt von der Frage, was eigentlich Schönheit ist - und was Intelligenz. Déodat und Trémière, die beiden Hauptfiguren dieser Geschichte, haben als Außenseiter einen geschärften Blick für die Ungerechtigkeiten und Zwänge der Gesellschaft und überwinden sie ohne Bitterkeit, indem sie offen und heiter durch die ihnen feindlich gesinnte Welt gehen - bis sie sich finden.
»Nothomb ist eine Spielernatur, ihr Metier sind die Worte. Und sie beherrscht alle Tricks.«