1923, drei Tage vor Hitlers Putschversuch in München erschienen, zeichnet 'Das Spinnennetz' das Porträt einer Gesellschaft von Mitläufern, die der Katastrophe entgegeneilt.
Der junge Leutnant Lohse, enttäuscht aus dem Ersten Weltkrieg nach Berlin zurückgekehrt, gerät in eine rechtsradikale Geheimorganisation und damit mitten in die politischen Wirren der Weimarer Republik. Als Spion und zwielichtiger Mittelsmann zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, zwischen Bürgertum, Adel und Proletariat ist der ehrgeizige Lohse auf mörderische Weise in seinem Element. Doch auch er ist gefangen in dem Netz aus Intrige, Ambition und Verrat, das er selbst mitgesponnen hat. 1923, drei Tage vor Hitlers Putschversuch in München erschienen, zeichnet 'Das Spinnennetz' das Porträt einer Gesellschaft von Mitläufern, die der Katastrophe entgegeneilt.
»Wie sein heiliger Trinker, der ihm so sehr gleicht, fühlte sich Joseph Roth in der rauhen Unmittelbarkeit des Lebens am wohlsten, in der physisch erfahrbaren Wirklichkeit der Farben, der Geschmäcke und Gerüche.«