Mendoza, eine beschauliche argentinische Provinzstadt am Fuße der Anden. Der 8. April 1977 ist der letzte Tag, den Gisela Tenenbaum, 22, mit Sicherheit noch erlebt hat. Ihr weiteres Schicksal ist ungewiss. Wie geht eine Familie heute damit um, dass ihr Kind - Gisi - vor vielen Jahren spurlos verschwunden ist? Entführt, gefoltert, getötet? Gisi ist weg und doch da, schmerzlicher, als wenn sie früh verstorben wäre. Erich Hackl hat die Geschichte ihrer Familie aufgeschrieben - Österreicher jüdischer Herkunft, die 1939 nach Argentinien flohen -, Gisis Engagement gegen das Unrecht, ihre verzweifelte Arbeit im Untergrund für eine Sache, die dann doch verloren war.