'Vom Erzählen erzählen' (diesen Titel gab Hugo Loetscher seinen Münchner Poetikvorlesungen aus dem Jahr 1988) ist ein faszinierender Selbstkommentar zu Hugo Loetschers Werk, gibt Einblick in die 'Werkstatt' eines Autors und ist nicht zuletzt ein Stück intellektuelle Biographie. Auch dort, wo Loetscher Theoretisches aufgreift, bleibt er ein Erzähler, so daß seine Vorlesungen auch ein Stück Literatur sind.
Vom Erzählen erzählen - diesen Titel wählte Hugo Loetscher für seine Münchner Poetikvorlesungen. Im Zentrum steht das Handwerk: »Poetik als Baugrube und Bücher als Boden unter den Füßen«. Indem Loetscher anhand von Beispielen aus seinem Schaffen arbeitet, entsteht zugleich ein faszinierender Kommentar zum eigenen Werk. So konkret die Ansätze seiner poetologischen Überlegungen sind, sie führen zu grundsätzlichen Fragen wie zur Ironie - die die Fiktion stets daran erinnert, Fiktion zu sein -, zur Simultaneität, Überlegungen zu einer Sprache, die nicht nur »einen Mund hat, sondern auch Ohren«, oder zum Verhältnis von Metapher und Begriff. Aber auch dort, wo Loetscher Theoretisches aufgreift, bleibt er immer zugleich Erzähler, so dass seine Vorlesungen auch ein Stück erzählender Literatur sind.
»Der einzige wirkliche Weltautor seiner Generation.«