Aus dem Tagebuch einer Schnecke (1972) nimmt in Grass' epischem Werk eine Achsenposition ein: Der Text beschäftigt sich mit dem sog. Dritten Reich und den Nachwirkungen, verlagert den Schwerpunkt des Erzählens jedoch in die Gegenwart. Grass gewinnt hier die Möglichkeit, eine Geschichte zu erzählen und zugleich das eigene Erzählverfahren zu kommentieren. Diese Technik wird sein erzählerisches Werk sodann in verschiedenen Variationen beherrschen.