Der Band nimmt sich mit der Bestimmung des Verhältnisses von Dialog und Identität für religiöse Bildung eines hochrelevanten und zugleich herausfordernden Themas an. Denn Identität ist in gegenwärtigen gesellschaftlichen Kontexten ein schillernder Begriff: Er suggeriert Eindeutigkeit und Sicherheit angesichts von Ungewissheit. Identität markiert das Eigene und hebt davon das Andere ab. Identität kann ab- und ausgrenzen. Muss Identität behauptet und verteidigt werden oder werden Ansprüche auf Identität missachtet, sind Kon¿ikte nicht fern. Die Notwendigkeit von Identitätsbehauptung trägt ein Gewaltpotenzial in sich. Identität kann entzweien und gegenüberstellen und ist - so betrachtet - ein oppositioneller Begriff.