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Giorgos Seferis (1900-1971), geboren als Grieche im Osma- nischen Reich, verbrachte seine Kindheit in Smyrna (Izmir) und dem Fischerdorf Skala, im Spannungsfeld zwischen urbanem Bildungsbürgertum und traditioneller Alltagskultur. Durch die Vertreibung der Griechen aus Kleinasien 1922 verlor er den geografischen und kulturellen Raum, dem er sich zugehörig fühlte. Nach einem Jurastudium in Paris begann er eine Diplomatenlaufbahn, die ihm eine dauernde Mobilität abforderte. Als "Diener zweier Herren", der Dichtung und der Diplomatie, konnte er auch nach Kriegsende nicht an einem Ort bleiben. Erst nach dem letzten Botschafterposten in London, inzwischen über 60 Jahre alt, zog er sich für das verbleibende Lebensjahrzehnt in sein Athener Haus zurück.
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