Die Lebenspläne der drei Brüder waren grundverschieden. Den Ältesten, Pief, lockte zu Beginn des 20. Jahrhunderts das aufregende Leben als Tierfänger in die weite Welt hinaus. Der Jüngste, Mathys, wurde überraschend zum Direktor des Taj Mahal in Bombay befördert, einem der luxuriösesten Hotels der Welt. Der Mittlere, der Vater des Autors, blieb sesshaft und als Hausarzt fest verwurzelt in seiner Heimatstadt. Doch dann kam Mathys gewaltsam ums Leben. War es Mord?
Nicolas Ryhiner erzählt von der Lücke, die der Tod seines Onkels in der Familie hinterlassen hat. Und vom Schleier des Schweigens, der in seiner Erinnerung über der Geschichte ausgebreitet lag. Erst Jahrzehnte später kommt unerwartet Licht ins Dunkel. Nach «Im Surinam» und «Graffenrieds Gründung», die von Urahnen des Autors in den Kolonien handeln, führt «Die Lücke» die illustre Familiengeschichte in die Epoche des Übergangs zur postkolonialen Zeit von heute fort.