Die Welt der
polis ist als Wiege der Demokratie, der Philosophie und des Theaters bekannt. Sie war dabei nicht nur auf Griechenland beschränkt, sondern zählte Hunderte von Gemeinwesen vom Schwarzen Meer bis nach Nordafrika, von Vorderasien bis nach Unteritalien. Kleine Ägäisinseln sind ebenso Teil dieser Geschichte wie mächtige Stadtstaaten wie Athen, Rhodos, Sparta, Syrakus und Theben. Zum ersten Mal lässt sich die vielfältige tausendjährige Geschichte der
polis nun in einer umfassenden Gesamtdarstellung nachverfolgen - von den frühesten Anfängen bis zum Ende der Antike.
Auf Grundlage unzähliger antiker Quellen eröffnet John Ma - einer der brillantesten Althistoriker unserer Zeit - in diesem wegweisenden Buch das ganz große Panorama des griechischen Stadtstaates. Er schildert, wie sich die
polis als gemeinsames Modell für Hunderte von Städten im gesamten Mittelmeerraum durchsetzte und warum sie als Organisationsform so erfolgreich war. Die auf Bürgerschaft, Freiheit und Gleichheit gegründete
polis schuf Gemeinschaft, ermöglichte Wohlstand, organisierte öffentliche Aufgaben und eröffnete Räume für politische Beteiligung. Die dunkle Kehrseite ihrer historischen Errungenschaften und Leistungen waren jedoch die systematische Ausbeutung von Sklaven und die Ausgrenzung von Frauen und Fremden aus dem politischen Leben. In seinem monumentalen und innovativen Meisterwerk stellt Ma traditionelle Epochengrenzen infrage und eröffnet so einen neuen Blick auf eintausend Jahre griechische Geschichte.