Im Vorfeld der Neugestaltung des Badener Bädergebiets von Baden im Aargau und des Baus des neuen Thermalbads von Architekt Mario Botta führte die Kantonsarchäologie Aargau zwischen 2009 und 2022 umfangreiche Ausgrabungen durch. Die Untersuchungen lieferten neue Erkenntnisse zu den römischen Heilthermen von Aquae Helveticae und den mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bädern. Diese Ergebnisse werden im zweiten und abschliessenden Band der Monografie "Ubi Aqua - ibi bene" erstmals umfassend vorgelegt.
Entsprechend der langen Geschichte und Tradition der Badener Bäder und dem alle Epochen umfassenden diachronen Arbeitsansatz des Ausgrabungs- und Auswertungsprojekts spannt sich der Bogen von den Anfängen der römischen Heilthermen über die Frage der Kontinuität zwischen Antike und Mittelalter bis hin zu den Innovationen des Bäderbooms des Langen 19. Jahrhunderts. Der Fokus liegt dabei auf der Vorlage der archäologischen Befunde und der chronologischen Entwicklung der Badener Bäder sowie der Chronotypologie der Badeeinrichtungen. Hinzu kommt ein synthetischer und einordnender Überblick über die Entwicklung der Badeeinrichtungen und der urbanistischen Entwicklung der Bädersiedlung.
Die lang erwartete Publikation macht die Ergebnisse umfangreichen archäologischen Ausgrabungs- und Forschungsprojekts zugänglich. Dabei liefert sie nicht nur neue Erkenntnisse zur Badener Bädergeschichte, sondern auch bedeutende Grundlagen zum Kulturphänomen der Heilbäder.