Ein Garten ist wie ein Bild des Menschseins. Melancholisch im Herbst, karg und still im Winter, sirrend und summend im Frühling und vor Leben nur so überfließend im Sommer. In Rainer Brambachs Gedichten leuchtet und welkt, wächst und vergeht ein Garten während eines Jahres, formt der feinsinnige und verständige Beobachter Brambach die Natur um sich herum zu seiner einzigartigen Lyrik.
»Hätte er Romane oder Dramen geschrieben: Rainer Brambach wäre populär wie Dürrenmatt und Frisch geworden. Aber er blieb, nicht wissend, daß er in diesem Ressort einer der Besten war, in einem lyrikverdrossenen Land bescheiden bei seinen Gedichten - und bei ein paar wenigen, aber um so hintergründigeren Erzählungen. Martin Heidegger, Paul Celan, Hans Magnus Enzensberger und Peter Huchel bewunderten den scheuen proletarischen Poeten, der sich lebenslang von nichts und niemandem vereinnahmen ließ. Seine Lyrik lebt von einem sinnlichen, direkten Bezug zur Natur und von einem ganz unprätentiösen, gleichsam handwerklichen und doch elegant-melodischen Verhältnis zur deutschen Sprache.«