Im Südwestpazifik, 1600 Kilometer hinter Australien, liegen zwei dünn besiedelte große In-selzwillinge mit türkisgrünen Gewässern, goldgelben Stränden, einem märchenhaften Regen-wald; mit saftigen und grünen Weiden wie in Irland - aber meist mit Sonne - Fjordküsten (Nor-dinsel) wie in Norwegen, echten Alpen (Südinsel) und dem größten Alpengletscher; mit Pingui-nen, Robben und einem Vogel, der längst nicht mehr fliegen kann. Wohl darum, weil der Kiwi - so heißt der Vogel - sein Inselparadies am anderen Ende der Welt nie verlassen will. Es liegt in der Natur eines klassischen Einwandererlandes, dass sich in Neuseeland - das Land der langen weißen Wolke in der Maori-Sprache - auch eine sehr interessante Mischung an Menschen und Kulturen entwickelt: Maori und Euro-päischstämmige, Zuwanderer aus Polynesien und Melanesi-en, Asiaten, überhaupt Menschen aus aller Herren Länder, die alle ein Stück ihrer Kultur mitge-bracht und den Alltag im Lande damit bunter gestalten. Staunen Sie ob der virtuosen Fotos von Max Schmid, der diese Inselgruppe, die auf der Erdkugel den deutschsprachigen Ländern dia-metral entgegengesetzt liegt und über drei Viertel so groß ist wie Deutschland, seit den Achtzi-gerjahren kennt und jedes Jahr bereist.