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Herman Bang wurde 1857 als Sohn eines dänischen Pastors geboren. In seiner Kindheit erlebte er den Deutsch-Dänischen Krieg und die verheerende Niederlage Dänemarks. Doch Bang erlebte, wie die gehobene Gesellschaft dies alles einfach nicht zur Kenntnis nahm, die heruntergekommene Hauptstadt einfach mit dem nötigen "Stuck", so einer seiner Romantitel, versah und so weiter machte wie zuvor.
Bang sollte Diplomat werden, brach aber sein Jura-Studium ab. Er versuchte sich in der Schauspielerei und fand schließlich seinen Weg zum Journalismus, in dem er sich als Autor glänzender Reportagen einen Namen machte und das Leben eines Dandy führte. Sein erster Roman, "Hoffnungslose Geschlechter", wurde wegen damals als pornografisch empfundenen Stellen verboten, erschien später, auch in deutscher Sprache, nur in einer bereinigten Fassung. Er lebte offen als Homosexueller, inszenierte sich als öffentliche Figur - und musste mehrmals das Land verlassen, ging auf Vortragsreise quer durch Europa und die USA. In Berlin lebte er eine Zeitlang mit dem Schauspieler Max Eisfeld zusammen. Bang war zeitlebens ein Getriebener, 1912 befand er sich auf einer Vortragsreise in den USA, wo er in Utah völlig erschöpft und ausgebrannt, mit nur 54 Jahren, starb.
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